Pioneers Vorarlberg müssen sich knapp geschlagen geben

Fotocredit: Graz99ers
In Graz Liebenau sahen die fast 4000 Eishockeyfans eine spannende Partie. Geschuldet war dies auch einer kämpferischen Leistung der Vorarlberger Gäste, die nach einem 0:2 im Startdrittel nie aufsteckten und sich in den weitern 40 Minuten Eishockey teuer verkauften. Im Mitteldrittel traf zunächst Oskar Maier zum Anschluss für die Pioneers, ehe Paul Huber vor dem zweiten Seitenwechsel wieder die zwei Tore Führung herstellte. In Minute 45 machte dann Marlon Tschofen die Partie mit seinem Treffer wieder spannend. Am Ende versuchten die Gäste noch alles, konnten den Grazer Abwehrriegel aber nicht mehr knacken. Beide Mannschaften mussten auf einige Leistungsträger verzichten, so standen sich auf beiden Seiten in der vierten Linie die Youngsters beider Mannschaften gegenüber.
2:0 Führung für Graz nach 20 Minuten
Mit guten Chancen starteten zunächst die Pioneers sehr ambitioniert ins Startdrittel in Graz. Aber schon in der dritten Spielminute zeigten die Grazer ihre Offensivqualitäten, als die Torumrandung beim Schuss von Nico Feldner, die Pioneers vor einem Rückstand bewahrte. Eine knappe Minute später war es auf der Gegenseite Colin Adams, der im direkten Slot eine gute Möglichkeit liegen ließ. In der siebten Spielminute war es dann der Vorarlberger Ganahl der das Spielgerät erstmals im Feldkircher Tor unterbringen konnte. Eine gute Möglichkeit den Ausgleich zu erzielen, ließen die Feldkircher dann im Powerplay aus. Gute zweieinhalb Minuten, davon über eine Minute bei 5 gegen 3 ließ man ungenützt. In letzten Minuten des Startdrittels machten dann die 99ers nochmals Dampf. Einen Riesenschnitzer seines Verteidigerkollegen, konnte Caffi knappe zwei Minuten vor der Pausensirene mit einer starken Parade ausbessern. Nur 17 Sekunden vor dem Ende fingen sich die Vorarlberger dann aber doch noch den zweiten Treffer ein.
Zwei Treffer im Mitteldrittel
Im zweiten Spielabschnitt traf Oskar Maier in der 29 Spielminute zum Anschluss. Nach genialem Pass von Roehl kam Feldkirchs Nummer 46 im direkten Slot zum Abschluss und überwand den Grazer Keeper Lagace zum 1:2. Ein Powerplay der Grazer überstanden die Gäste dann mit einem starken Penaltykilling ohne weiteren Gegentreffer. Doch wieder waren es die letzten Minuten vor dem Ende des Abschnitts, in denen man dem Gegener wieder zu viele Räume gab. So schlugen die 99ers erneut zu. Mit dem zweiten Tor von Paul Huber, dass auch einer Videoprüfung standhielt, stellten die Hausherren auf 3:1. Fast hätte man sich dann auch noch einen vierten Treffer eingefangen. Beinahe hätte mit Lenz Moosbrugger ein weiterer Vorarlberger angeschrieben gegen seine Landsleute.
Pioneers geben im Schlussdrittel nochmals alles
Im Schlussdrittel spielten beide Teams sehr offensiv orientiert und es gab Chancen auf beiden Seiten. Eine davon konnte Marlon Tschofen in der 45 Minute zum 2:3 nutzen. Mit einem halbhohen Schuss überwand er den Schlussmann der Grazer und brachte nochmals ordentlich Spannung in die Partie. Aber auch vor Caffi brannte es des Öfteren und Feldkirchs Torhüter musste sein ganzes Können aufbieten, um seinen Kasten sauber zu halten. In der 52 Spielminute rettete dann sein Pendant auf Grazer Seite in Extremis vor Cole Gallant, der im direkten Slot zum Abschluss kam. Ein Powerplay ließen die Feldkircher dann erneut ungenützt liegen und so rannen die Minuten von der Spieluhr. Als man sich in der Schlussphase dann noch zwei Strafen einhandelte, musste man eineinhalb Minuten sogar mit 3 gegen 5 verteidigen. Mit viel Einsatz und Kampf und einem Caffi mit Riesenreflexen überstanden die Pioneers aber diese brenzlige Situation. Danach blieb aber den Gästen nichtmehr viel Zeit und die Grazer verteidigen geschickt, auch als die Feldkircher mit 6 Mann und leeren Kasten agierten.
Lange bleibt den Feldkirchern nicht Zeit die knappe Niederlage abzuhaken, geht es doch schon morgen Samstag gegen die Vienna Capitals.
Moser Medical Graz 99ers – Pioneers Vorarlberg 3:2 (2:0, 1:1, 0:1)
Freitag, 30. Jänner 2026, 18:30 Uhr, Merkur Eisstadion, Graz, 3808 Zuschauer
Torfolge: 1:0 Ganahl (7), 2:0 Huber (20), 2:1 Maier (29), 3:1 Huber (38), 3:2 Tschofen (45)
